Stadtgeschichte Oberwesel Rhein Schönburg Liebfrauenkirche

Zur Stadtgeschichte von Oberwesel
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Die Bedeutung der Stadt beruhte damals zum einen auf dem blühenden städtischen Bürgertum, zum anderen aber vor allem auf der wirtschaftlichen Kraft des Hinterlandes. Neben den weltlichen Grundherren hatten um diese Zeit nicht weniger als neun Klöster (u. a. Eberbach, Schönau und Werschweiler) Grundbesitz und Einkünfte in Wesel und seinem Hinterland.

Die Stadt erfreute sich nicht lange ihrer Reichsunmittelbarkeit. Nachdem sie vorübergehend an Wilhelm von Jülich verpfändet und anschließend den Grafen von Hanau unterstellt war, verpfändet sie 1309 Heinrich VII. (1308-1313) an seinen Bruder Erzbischof Balduin von Trier (1308-1354). Im Jahre 1312 wurde Wesel zusammen mit der Stadt Boppard endgültig dem Erzstift Trier einverleibt als Belohnung Balduins, der seinem Bruder die Königskrone verschafft hatte. Zur gleichen Zeit war die Schönburg eine große Ganerbenburg geworden.

Die Bürger der ehemals freien Reichsstadt scheinen sich indes nicht leichten Herzens mit der neuen Wendung der Dinge abgefunden zu haben, obwohl die Stadt unter den Trierer Kurfürsten eine Zeitlang weiter blühte, wie der Bau der Oberweseler Kirchen Liebfrauen und St. Martin beweist. Jedenfalls mußte Erzbischof Werner von Falkenstein (1388–1418) die ihm gegenüber ungehorsame Stadt 1390/91 bekriegen. Dieser sogenannte "Weseler Krieg" ist bemerkenswert, da hier zum ersten Mal im Rheinland Feuergeschütze eingesetzt wurden. Die Stadt wehrte sich verzweifelt über ein Jahr lang und mußte sich schließlich ergeben. Sie wurde zwar von den Belagerern in Gnaden aufgenommen, hatte aber eine hohe Strafe zu zahlen.

Vermutlich in Zusammenhang mit diesem Krieg stand die Ummauerung der nördlichen Vorstadt "Niederburg", denn bis zu diesem Zeitpunkt war nur die Altstadt von Mauern umgeben. Schließlich wurde um 1450 auch die südliche Vorstadt "Kirchhausen" ummauert.

Unter dem Trierer Erzbischof Johann von Baden (1456–1503), der ein kriegerischer Kurfürst war, wurden auch Bewohner von Wesel mehrfach zu den Waffen gerufen. 1492 schloss er mit den Kurfürsten von Köln und Mainz und dem Kurfürsten von der Pfalz in Wesel einen Vertrag zur Sicherung des Handels auf dem Rhein. Zu dieser Zeit lebte auch der bekannte Theologe Johannes Ruchrat von Wesel, der Lehrer in Erfurt und dann Domprediger in Worms war und dem 16 angeblich irrige Lehrsätze zur Last gelegt wurden.

Von 1503 bis 1511 war Jakob II. Erzbischof von Trier. Während seiner Regierungszeit weilte Kaiser Maximilian in Oberwesel. Auf Jakob II. folgte Richard von Greifenklau (1511–1531). Nach dem Tode Maximilians fand 1519 in Oberwesel eine Kurfürstenversammlung statt, auf der Richard mit den anderen rheinischen Kurfürsten einen "Rheinischen Verein" gründete, um die Ordnung aufrechtzuerhalten, bis ein neuer Kaiser gewählt sei.

In Oberwesel kamen die drei rheinischen Kurfürsten auch zusammen, um den Feldzugsplan gegen Franz von Sickingen festzulegen.

1524 besprachen sich die Kurfürsten von Köln, Mainz und Trier in Oberwesel über die Lage der Bauern. Die Oberweseler stellten Artikel auf, die ihre Situation verbessern sollten. Der Kurfürst willigte zunächst ein, nahm dann aber nach der Niederwerfung der Bauernaufstände 1525 alle Zugeständnisse wieder zurück. 1527 weilte Kaiser Karl V. in St. Goar und wohnte bei dieser Gelegenheit in der Liebfrauenkirche einer heiligen Messe bei.

Unter Erzbischof Lothar von Metternich (1599–1623) brach der Dreißigjährige Krieg aus, der auch Oberwesel unermeß1ichen Schaden zufügte: 1620/21 und 1626 besetzten kaiserlich-spanische Truppen, 1632 Schweden, 1644/45 Bayern unter Gallas und 1646 Franzosen die Stadt. Beschießungen, Truppendurchzüge, Einquartierungen und damit verbundene Requisitionen und Kontributionen haben Oberwesel und seinen Bürgern sehr zugesetzt; dazu kam noch die Pest.

Von 1647 bis 1687 besetzten Franzosen immer wieder von neuem die Stadt und die Dörfer des Hinterlandes. Von Oktober 1688 bis März 1689 lagen 1600 Mann in der Stadt; bei ihrem Abzug steckten die Soldaten sie dann in Brand. Auch die Schönburg wurde zerstört.

Im polnischen Erbfolgekrieg (1754/35) wurde Oberwesel rücksichtslos gebrandschatzt.

1768 bestieg der letzte Trierer Kurfürst, Clemens Wenzeslaus (1768–1801), den kurfürstlichen Thron. Während seiner Herrschaft brach 1789 die Französische Revolution aus, und wiederum rückten französische Heere an den Rhein. 1803 gingen alle landesherrlichen Rechte an Frankreich über. Die Franzosenherrschaft dauerte bis 1814.

In der Neujahrsnacht 1813/14 überschritten die ersten Truppen der Blücherarmee bei Kaub den Rhein. 1815 wurde Oberwesel zusammen mit den übrigen rheinischen Gebieten preußisch.
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Durch die Säkularisation 1802/03 (Aufhehung aller Stifte, Klöster, Adels- und Klosterhöfe, Einzug des gesamten Kirchenvermögens) war die Verbindung der Stadt mit der übrigen Welt unterbrochen. Über ein ganzes Jahrhundert träumt die Stadt, als Zufluchtsort der Romantiker (Freiligrath, Simrock, Hoffmann von Fallersleben, V. Hugo u. a. weilten häufig im Hotel "Goldner Pfropfenzieher"), ihrer ruhmreichen Vergangenheit nach. Zwischen 1828 und 1830 entstand die heutige Hauptstraße, die wie eine Schneise das bis dahin harmonische Stadtbild durchzieht.

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Stand: Donnerstag, 01. Juni 2017